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Pressemeldung: Ehrenamtliches Engagement mit viel Herz

Verfasst von Dominik Koch am 1. Februar 2016.

In einer Serie stellt das Göttinger Tageblatt Menschen vor, die sich ehrenamtlich in einer Hilfsorganisation engagieren. Heute: Doris Remin vom Deutschen Roten Kreuz.

Doris ReminDuderstadt. „Im Gedächtnis ist mir eigentlich alles geblieben“, sagt Doris Remin über ihre Arbeit beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Besonders geprägt aber hätten sie Hilfseinsätze in der Ukraine. Remin brachte Hilfsgüter direkt zu den Menschen dort. Tag und Nacht seien sie und ihre Kameraden gefahren, um die Hilfsgüter auszuliefern. „Es hat mich geprägt, die Armut dort zu sehen“, sagt die 62-Jährige. Es sei ein krasser Gegensatz zu den Gegebenheiten in Deutschland. „Das ist ein Erlebnis, dass man nie vergisst“, so Remin. Besonders die Begegnung mit einer älteren Frau und deren Familie sei ihr in Erinnerung geblieben. Remin war auf dem auf dem Weg zum nächsten Einsatzort.  Die Dankbarkeit der Frau für ein wenig Kochgeschirr werde sie nie vergessen. Besonders emotional war für Remin auch die deutsche Grenzöffnung, bei der sie gemeinsam mit anderen Helfern die DDR-Bürger am Grenzübergang Ecklingerode mit heißem Tee begrüßte.

Damals sei sie aber noch kein festes Mitglied beim DRK gewesen. Erst seit dem Jahr 1990 ist Remin offiziell beim Deutschen Roten Kreuz aktiv. Angefangen habe alles über ihrem Mann und drei ihrer Söhne. Alle vier seien schon lange beim DRK aktiv gewesen und so kam auch Remin zu der Organisation. Nach dem Einsatz  an der deutsch-deutschen Grenze habe sie ihre Ausbildungen beim DRK mit einem Erste-Hilfe-Lehrgang begonnen. Weitere Ausbildungen waren der Betreuungslehrgang Feldkoch und zwei weitere Kurse, zuerst zum Sanitätshelfer und schließlich zum Sanitäter. Die Feldküche ist eine von Remins Haupttätigkeiten geblieben. In dieser Doisziplin habe sie auch schon an drei Landeswettbewerben teilgenommen. Zweimal wurden sie dabei Landessieger und verpassten beim dritten Mal den Sieg nur um einen Punkt.

Außerdem engagiert sich die 62-Jährige in der Seniorenarbeit. „Ich arbeite sehr gern mit älteren Menschen. Das liegt mir einfach“, sagt Remin. Als sie eine Seniorengruppe gründete, seien die Senioren zunächst nur zögerlich zu den Veranstaltungen gekommen, aber mit der Zeit seien es immer mehr geworden. „Sonntag ist für ältere Menschen der schlimmste Tag“, erklärt Remin den Hintergrund zur Gründung der Gruppe im Jahr 2015. Wenn die Älteren keine Familie mehr haben, seien sie am Sonntag oft allein und einsam. Schon 2001 habe sie bereits erste Gymnastikstunden für Senioren angeboten. Auch damals seien die Senioren zunächst nur zögerlich zu den Treffen gekommen. „Es hat viel Mühe gekostet, die Gruppe aufzubauen“, so Remin. Bei den regelmäßigen Treffen werde zum Beispiel zusammen gesungen, gespielt oder sich einfach nur unterhalten. Auch gelegentliche Vorträge sind Teil des Programms. Zudem habe sie vor allem immer ein offenes Ohr für die Interessen der Senioren und vertrete diese auch, so Remin. Inzwischen zähle ihre Gruppe rund 44 Mitglieder. „Sie sind sehr dankbar, dass es die Gruppe gibt“, berichtet Remin. Außerdem organisiert die Frau vom DRK noch die Blutspende an fünf Terminen in Duderstadt, Seulingen und Obernfeld.

In all diesen Aufgaben und Erlebnissen stecke ihr Herz. „Ich wünsche mir, das unser Jugendrotkreuz dies einmal weiterführt“, sagt Remin.

Quelle: Göttinger Tageblatt vom 01.02.2016 von Finn Lieske